FVI-Expertenfrühstück

12. FVI-Expertenfrühstück

Wie bringen wir GEMEINSAM die Instandhaltung voran?

Freitag, 29. November 2024
mit Marcel Hahn, Jens Reißenweber

Key Takeaways

Thema: "Alle an einem Strang?" – Verbände-Gipfel und die Zukunft der Instandhaltung.

Diese Session war ein Gipfeltreffen der Instandhaltungs-Community. Marcel Hahn und Jens Reisenweber saßen live in Dortmund mit Vertretern von Fraunhofer (Thomas Heller), opmc (Andreas Weber) und Instand X (Dirk Beiersdorff) an einem Tisch.

  • Der Ressourcen-Mangel trifft auch Verbände: Andreas Weber (opmc) sprach Klartext: Die Zeit der "Luxus-Gremien", wo Firmen Mitarbeiter tagelang in Ausschüsse schicken konnten, um über Schraubenköpfe zu diskutieren, ist vorbei. Instandhalter haben keine Zeit mehr für Verbandsarbeit ("Mangelverwaltung"). Deshalb müssen Verbände ihre Kräfte bündeln, statt in Silos zu arbeiten.
  • Selbstbewusstsein statt Jammerei: Ein harter Appell von Andreas Weber: "Hört auf zu jammern, dass das C-Level euch nicht versteht. Das C-Level weiß genau, was ihr leistet. Aber ihr müsst aufhören, euch nur als Feuerwehr feiern zu lassen." Wer nur sichtbar ist, wenn es brennt, hat versagt. Echte Helden sind die, bei denen man nichts hört, weil alles läuft.
  • Das "Brownfield"-Problem: Deutschland ist "gebaut" (Brownfield). Wir bauen kaum neue Fabriken, wir müssen die alten am Leben halten. Das ist die Kernaufgabe der Instandhaltung und der Grund, warum sie volkswirtschaftlich systemrelevant ist.
  • Kommunikation muss einfacher werden: Max (Antriebstechnik) brachte es auf den Punkt: Wenn Hersteller mit "Cloud-Monster-Lösungen" und akademischen Modellen kommen, rollen sich dem Instandhalter die Zehennägel hoch ("Bitte nicht noch ein Projekt!"). Lösungen müssen so einfach sein wie ein Smartphone – ohne Handbuch nutzbar.
  • Nachwuchs-Sorgen: Tobias (Young Professional) forderte, dass Verbände an die Unis müssen. Es gibt keinen Studiengang "Instandhaltung". Wer Maschinenbau studiert, will Konstrukteur werden, nicht "Reparateur". Wir müssen das Berufsbild "Instandhalter" als "Asset Manager & Daten-Analyst" neu erfinden, um attraktiv zu sein.

Einordnung: Wir sind der technologische Kitt zwischen den Verbänden

Diese Diskussion zeigt, dass die Branche organisatorisch zersplittert ist, aber technologisch vor denselben Problemen steht. ADAM ist die Antwort auf viele dieser Probleme:

  • Einfachheit als USP: Wenn der Markt schreit "Bitte nicht noch ein komplexes Projekt", dann ist unser Slogan "Simplify your digital Transformation" genau die richtige Antwort. ADAM ist kein "Cloud-Monster", sondern ein pragmatischer Helfer.
  • Digitalisierung des Erfahrungswissens: Wenn Mitarbeiter keine Zeit mehr für Gremien haben, müssen wir den Austausch digitalisieren. ADAM ermöglicht es, Best Practices ("Wie repariere ich Pumpe X?") unternehmensübergreifend zu teilen, ohne dass man dafür nach Berlin reisen muss.
  • Brownfield-Optimierung: ADAM ist perfekt für Brownfield-Anlagen. Wir brauchen keine neuen Sensoren, wir nutzen die existierenden Dokumente und das Wissen der Mitarbeiter, um alte Anlagen smart zu machen.

Fazit: Die Verbände müssen zusammenrücken, um Schlagkraft zu gewinnen. Und die Technologie muss so einfach werden, dass sie die überlasteten Instandhalter entlastet, statt sie mit neuen IT-Projekten zu quälen.

Unsere Experten

Marcel Hahn

Hahn Projects GmbH

Jens Reißenweber

Reissenweber GmbH