Normen & Standards

DIN SPEC 91513

Ein Leitfaden für die Mitwirkung an industriellen Datenräumen. Er definiert ein Reifegradmodell, mit dem Unternehmen bewerten können, ob ihre Daten und Systeme bereit sind für den souveränen, unternehmensübergreifenden Austausch (z. B. in GAIA-X Netzwerken).

Was regelt die DIN SPEC 91513?

Die Norm adressiert eine der größten Hürden der Industrie 4.0: Unsicherheit. Viele Unternehmen wollen Daten teilen (z. B. mit Lieferanten oder Kunden), wissen aber nicht, ob ihre interne IT-Infrastruktur und Datenqualität dafür ausreichen. Die DIN SPEC 91513 liefert ein Reifegradmodell mit 5 Stufen:

  1. Nutzung: Ich konsumiere nur Daten.
  2. Bereitstellung: Ich teile Daten (oft noch manuell).
  3. Systemische Unterstützung: Meine Systeme teilen standardisierte Daten automatisch.
  4. Mitgestaltung: Ich wirke an der Struktur des Datenraums mit.
  5. Ökosystem: Ich gestalte komplexe, übergreifende Datenräume.

Warum ist dieser Standard kritisch?

Ohne eine Einordnung nach diesem Standard bleibt „Datensharing“ ein Risiko. Die Norm macht Datensouveränität messbar. Sie definiert Merkmale wie Datenablage (Systemlesbarkeit), Standards (Semantik) und Technische Infrastruktur (Konnektoren), die erfüllt sein müssen, um sicher an Wertschöpfungsnetzwerken teilzunehmen.

Hahn PRO als Standard-Setzer

Hahn Projects hat diesen Standard nicht nur gelesen, sondern als Mitautor maßgeblich entwickelt (gemeinsam mit Fraunhofer IML, TU Dortmund u.a.). Der Vorteil für Kunden: Wenn Sie ADAM einsetzen, heben Sie Ihr Unternehmen technisch oft direkt auf Reifegradstufe 3 oder 4. ADAM strukturiert Ihre Daten (Systemlesbarkeit) und stellt die Konnektoren bereit, um sicher an modernen Datenökosystemen teilzunehmen, ohne eigene komplexe IT-Projekte starten zu müssen.

https://dx.doi.org/10.31030/3625823