FVI-Expertenfrühstück
13. FVI-Expertenfrühstück
#ShowYourWork Swarco Road Marking Systems
Key Takeaways
Thema: "Vom Sand zur Perle" – Wie SWARCO mit früher Instandhaltungs-Integration das modernste Glasperlenwerk der Welt baute.
In dieser Session waren Marcel Hahn und Jens Reißenweber live in Österreich bei SWARCO (Andreas, Werksleiter). Sie zeigten ein Video der neuen Fabrik und diskutierten, warum dieses Projekt so erfolgreich war, während andere scheitern.
- Die goldene Regel: Instandhaltung ab Tag 1: Andreas (SWARCO) berichtete, dass bei der Planung des neuen Werks die Instandhalter sofort mit am Tisch saßen (schon bei Referenzbesuchen). Das Ergebnis: Wartungszugänge, Kranbahnen und Messpunkte wurden vor dem Bau eingeplant, nicht hinterher teuer nachgerüstet.
- Dokumentation als Währung: Ein entscheidender Hebel war die vertragliche Fixierung der Dokumentation. SWARCO hat definiert: "Wir zahlen die letzten 5-10% des Kaufpreises erst, wenn die Doku unseren Standards entspricht." Das zwingt Lieferanten, saubere Daten (z.B. EPLAN, Ersatzteillisten) zu liefern, statt "Schubkarren voller PDFs".
- Standardisierung schlägt Kreativität: SWARCO hat den Anlagenbauern vorgeschrieben: "So muss der Schaltplan aussehen, so muss das Aggregat heißen." Das klingt rigid, spart aber im Betrieb massive Zeit, weil jeder Techniker sofort weiß, wo er im System ist.
- Schulung während des Baus: Die Instandhalter haben die Anlage mit aufgebaut. Sie kannten jede Schraube, bevor die Produktion startete. Das ist das effektivste Training der Welt ("Learning by Building").
- Der Mut zur Forderung: Bernhard Heindel betonte: "Traut euch, Anforderungen zu stellen." Viele Instandhalter schlucken schlechte Doku ("Ist halt Standard"). SWARCO hat gezeigt: Wenn man hart bleibt (und nicht unterschreibt), liefern die Hersteller auch Qualität.
Einordnung: Das ist "Maintenance by Design" (und ADAMs Heimat)
Diese Episode ist der Beweis für unsere These: Datenqualität entsteht am Anfang.
- ADAM als "Gatekeeper": SWARCO hat Excel-Listen genutzt, um Daten von Lieferanten zu validieren. ADAM ist die moderne Version davon: Wir importieren diese Daten direkt in den "Digitalen Lebenslauf". Wenn wir ADAM schon in der Beschaffungsphase nutzen ("Onboarding der Anlage"), haben wir ab Tag 1 eine perfekte Datenbasis.
- Nie wieder "Schubkarren-Doku": Das Horror-Szenario von Denis (Teilnehmer) – "40 GB PDFs werden uns vor die Füße gekippt" – ist genau das Problem, das ADAM mit seiner RAG-Technologie löst. Selbst wenn die Doku chaotisch kommt, kann ADAM sie durchsuchbar und nutzbar machen. Aber besser ist natürlich der SWARCO-Weg: Erst gar keinen Müll akzeptieren.
- Operative Intelligenz durch Standards: SWARCOs Erfolg basiert auf Standards (Namensgebung, Kennzeichnung). ADAM erzwingt und nutzt diese Standards, um Wissen auffindbar zu machen. Ohne Standards ist KI blind.
Fazit: Wer Instandhaltung als "Design-Partner" und nicht als "Putz-Kolonne" begreift, baut effizientere Fabriken. SWARCO ist das Leuchtturm-Beispiel, das wir jedem Kunden zeigen sollten.