Datensouveränität
Die Fähigkeit einer Organisation, exklusiv und selbstbestimmt über die Nutzung, Verwertung und Weitergabe ihrer eigenen Maschinen- und Prozessdaten zu entscheiden – unabhängig von Herstellern (OEMs) oder Cloud-Anbietern.
Was ist Datensouveränität?
Datensouveränität geht über reine Datensicherheit (Security) hinaus. Während Sicherheit bedeutet, dass Ihre Daten nicht gestohlen werden, bedeutet Souveränität, dass Sie allein bestimmen, was mit den Daten geschieht. Es ist der Unterschied zwischen „Ich habe den Schlüssel zu meinem Haus“ und „Ich darf entscheiden, wer mein Haus betritt und wie ich es einrichte“.
In der Industrie 4.0 ist dies der kritische Faktor für Wettbewerbsfähigkeit: Wer die Daten kontrolliert, kontrolliert die Wertschöpfung.
Das Problem: Die externe Souveränitätsfalle
Viele produzierende Unternehmen befinden sich unbewusst in einer Abhängigkeit. Maschinenhersteller und SaaS-Anbieter speichern Prozessdaten oft in geschlossenen Ökosystemen („Silos“).
Der Lock-in: Sie kommen an Ihre eigenen Rohdaten oft nur gegen Gebühr oder gar nicht heran.
Die Blackbox: Sie wissen nicht, ob Ihre Daten genutzt werden, um KI-Modelle zu trainieren, die später Ihren Wettbewerbern verkauft werden.
Die Innovationsbremse: Sie können keine werksübergreifenden Analysen fahren, weil die Daten verschiedener Hersteller nicht kompatibel sind.
Unser Ansatz: Souveränität durch Standards
Echte Datensouveränität erfordert eine Architektur, die technisch und rechtlich absichert, dass die Datenhoheit beim Erzeuger bleibt. Hahn PRO definiert hierfür die Regeln neu:
Validierte Architektur: Unsere Lösungen basieren auf den Forschungsprojekten SealedServices und SMiLE (gefördert vom BMBF), die Mechanismen zur Durchsetzung von Nutzungsbedingungen direkt am Datum entwickeln.
DIN SPEC 91513: Wir nutzen Standards nicht nur, wir schreiben sie. Als Mitautor dieser Norm definieren wir Reifegrade für fairen Datenaustausch in der Industrie.
Source Available: Um maximale Unabhängigkeit zu garantieren, bieten wir Enterprise-Kunden Einblick in den Quellcode.
Warum Souveränität sich auszahlt
Investitionsschutz: Ihre Daten gehören Ihnen, auch wenn Sie den Softwareanbieter wechseln.
Rechtssicherheit: Sie sind vorbereitet auf kommende Regularien wie den EU Data Act.
Asset Intelligence: Nur wer Zugriff auf alle Daten hat, kann eine KI trainieren, die wirklich versteht, wie die Fabrik funktioniert.