FVI-Expertenfrühstück

30. FVI Expertenfrühstück

Wenn du das Meisterbüro betrittst, stimmt etwas nicht

Freitag, 19. September 2025
mit Marcel Hahn, Jens Reißenweber

Key Takeaways

Thema: "Das Meisterbüro als Informations-Drehkreuz?" – Warum Zettelwirtschaft und ständige Störungen die Instandhaltung lähmen. In dieser Session nutzte Mike (Freiberuflicher Berater) eine Live-Umfrage, um das Problem zu visualisieren: Führungskräfte in der Instandhaltung kommen nicht zum Arbeiten, weil ständig jemand ins Büro stürmt.

  • Die "Tür-und-Angel-Falle": Die Umfrage zeigte: In vielen Firmen ist das Meisterbüro der Flaschenhals. Mitarbeiter kommen rein ("Chef, ich brauch mal..."), das Telefon klingelt, Zettel werden gereicht. Das Ergebnis: Keine Zeit für Strategie, nur Feuerwehr.
  • Standardisierung der Kommunikation: Mike berichtete von einem Meister, den er "rettete", indem er sagte: "Tür zu, Handy aus." Statt ständiger Unterbrechungen wurden feste Zeiten (Shopfloor-Meeting) und klare Kanäle (App/Checkliste) eingeführt. Wer eine Info braucht, schaut ins System, nicht zum Meister.
  • Datenqualität durch Dropdowns: Marcel Hahn brachte einen wichtigen Punkt: Freitextfelder sind Datenfriedhöfe ("Maschine kaputt"). Checklisten mit Dropdowns ("Motor defekt" / "Lager fest") erzwingen strukturierte Daten, die man später auswerten kann.
  • Der "blinde Fleck": Matthias (Teilnehmer) warnte vor dem "Kreuzchen-Wahn". Wenn Mitarbeiter nur noch stumpf Checklisten abhaken, schalten sie das Gehirn aus. KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) funktioniert nur, wenn die Mitarbeiter den Sinn verstehen und nicht nur Formulare füllen.
  • Maximale Transparenz: Marcel Hahn plädierte dafür, dass jeder alles sehen darf. Die Diskussion "Wer darf welche Info haben?" ist oft ein Machtspielchen ("Herrschaftswissen"). Transparenz (z.B. über ein Dashboard) macht Hierarchien flacher und das Team schneller.

Einordnung: Von der Zettelwirtschaft zum digitalen Prozess Diese Episode ist ein perfektes Szenario für ADAM als Prozess-Enabler.

  • ADAM befreit das Meisterbüro: Wenn alle Aufträge, Pläne und Dokumente in ADAM sind, muss niemand mehr den Meister fragen: "Welches Ersatzteil brauche ich?" Der Mitarbeiter schaut auf sein Tablet. Das Meisterbüro wandelt sich von der "Auskunftei" zur Steuerzentrale.
  • Strukturierte Daten ohne Zwang: ADAM nutzt KI, um aus unstrukturierten Eingaben (Sprache, Foto) strukturierte Daten zu machen. Der Mitarbeiter spricht: "Lager an Pumpe 3 ist fest." ADAM kategorisiert das automatisch als "Mechanischer Defekt > Pumpe". Das löst das Problem der schlechten Datenqualität, ohne den Mitarbeiter mit Dropdown-Menüs zu nerven.
  • Shopfloor 2.0: Die Vision von Mike (strukturierte Kommunikation) wird durch ADAM unterstützt. Das digitale Shopfloor-Board zeigt in Echtzeit: Was ist offen? Wo brennt es? Das morgendliche Meeting dauert nur noch 5 Minuten, weil alle Fakten auf dem Tisch liegen.

Fazit: Kommunikation ist gut, aber strukturierte Kommunikation ist besser. ADAM kanalisiert den Informationsfluss, damit die Führungskräfte wieder führen können, statt nur Nachrichten zu verteilen.

Unsere Experten

Marcel Hahn

Hahn Projects GmbH

Jens Reißenweber

Reissenweber GmbH