Glossar

Digitaler Zwilling (Digital Twin)

Ein virtuelles Abbild eines physischen Objekts (Maschine, Anlage, Bauteil), das Daten, Zustände und Historie über den gesamten Lebenszyklus hinweg speichert und spiegelt.

Was ist ein Digitaler Zwilling?

Der Begriff wird oft missverstanden als reines 3D-Modell (CAD). In der Instandhaltung ist der datenbasierte Zwilling jedoch viel wichtiger als der geometrische Zwilling. Er ist das digitale Gedächtnis der Anlage. Er verbindet drei Ebenen:

  1. Stammdaten: Was ist das? (Typenschild, Hersteller, Baujahr)
  2. Bewegungsdaten: Was macht es? (Live-Sensordaten, Stromverbrauch, Temperatur)
  3. Historie: Was wurde gemacht? (Wartungsprotokolle, ausgetauschte Teile, Umbauten)

Warum 3D-Bilder nicht reichen

Viele Unternehmen investieren Millionen in hübsche 3D-Visualisierungen ihrer Fabrik. Doch wenn die Maschine steht, hilft das 3D-Bild oft nicht weiter. Der Techniker braucht die Information: „Wann wurde das Lager zuletzt getauscht und welches Fett wurde verwendet?“ Ein echter Digitaler Zwilling im Sinne der Operativen Intelligenz muss diese Fragen beantworten können. Er ist kein statisches Bild, sondern eine dynamische Lebenslaufakte.

Der Ansatz von Hahn PRO

Mit dem Asset Manager und ADAM erstellen wir den Digitalen Zwilling automatisch, ohne teure 3D-Scans.

  • Asset-Erfassung: Wir ziehen Stammdaten aus dem ERP.
  • Anreicherung: Wir fügen Dokumente (PDFs) und Fotos hinzu.
  • Live-Update: Jede Rückmeldung eines Werkers („Ventil getauscht“) aktualisiert den Zwilling in Echtzeit. So wächst der Zwilling mit der Anlage mit und wird mit jedem Jahr wertvoller.