Ersatzteilmanagement
Die Organisation der Beschaffung, Lagerung und Bereitstellung von Bauteilen für die Instandhaltung. Das Ziel ist der optimale Kompromiss aus maximaler Anlagenverfügbarkeit und minimaler Kapitalbindung im Lager.
Das Dilemma: Zu viel oder zu wenig?
Ersatzteilmanagement ist eine Gratwanderung.
- Szenario A (Angst): Man legt sich alles auf Lager, um jeden Ausfall sofort beheben zu können. Folge: Hohe Kapitalbindung und viele „Lagerleichen“, die nie gebraucht werden.
- Szenario B (Sparen): Man minimiert den Bestand. Folge: Wenn ein kritisches Teil fehlt, steht die Anlage wochenlang still. Die Stillstandskosten übersteigen den Teilewert oft um ein Vielfaches.
Das Problem sind die Daten
Warum finden Techniker Teile oft nicht, obwohl sie im Lager liegen? Wegen schlechter Stammdaten. In vielen SAP-Systemen existiert das gleiche Kugellager fünfmal unter verschiedenen Namen („Lager 50mm“, „SKF-Bearing“, „Wälzlager“). Ohne saubere Daten ist keine Automatisierung und keine Bestandsoptimierung möglich.
Der moderne Ansatz mit Hahn PRO
Wir lösen das Problem nicht durch größere Regale, sondern durch intelligente Verknüpfung:
- Finden über Kontext: Der Techniker muss die Teilenummer nicht wissen. Er öffnet den Digitalen Zwilling der Anlage in ADAM und sieht sofort die Stückliste der verbauten Komponenten.
- Fehlertolerante Suche: Unsere KI versteht technische Zusammenhänge. Sie findet das richtige Bauteil auch dann, wenn die Bezeichnung im SAP kryptisch abgekürzt ist (z.B. matcht „Kugell.“ mit „Wälzlager“).
- Bereinigung: Algorithmen helfen, Dubletten in den Stammdaten zu erkennen und den Bestand auf das Nötige zu reduzieren.