Glossar

Mean Time to Repair (MTTR)

Die durchschnittliche Reparaturzeit. Eine der wichtigsten Kennzahlen (KPIs) in der Instandhaltung, die misst, wie viel Zeit im Durchschnitt vergeht, bis ein ausgefallenes Asset nach einer Störung wieder voll produktiv arbeitet.

Was ist MTTR?

Die Mean Time to Repair beschreibt die durchschnittliche Zeitspanne von der Meldung eines Ausfalls bis zur Wiederherstellung der Funktion. Sie ist ein direkter Indikator für die Effizienz der Instandhaltungsorganisation und die Reparierbarkeit von Anlagen.

Die Formel lautet: Gesamte Reparaturzeit / Anzahl der Reparaturen

Das eigentliche Problem: Suchen statt Schrauben

Ein hoher MTTR-Wert liegt selten daran, dass der Techniker zu langsam schraubt. Studien zeigen, dass bis zu 70 % der Reparaturzeit unproduktiv verschwendet wird für:

  • Fehlersuche: Was genau ist kaputt?
  • Informationssuche: Wo ist der Schaltplan? Wo ist die Anleitung?
  • Teilesuche: Welches Ersatzteil brauche ich und liegt es auf Lager?
  • Wissenslücke: Wer hat dieses Problem schon mal gelöst? (Oft ist dieses Wissen im Kopf eines älteren Kollegen, der gerade nicht da ist).

MTTR senken mit Operativer Intelligenz

Um die MTTR nachhaltig zu senken, reicht es nicht, schneller zu arbeiten. Man muss schneller wissen. Hier greifen KI-gestützte Systeme wie ADAM:

  1. Mean Time to Know (MTTK) reduzieren: Statt Ordner zu wälzen, fragt der Techniker die KI („Wie behebe ich Fehler 404 an Anlage B?“). Die Antwort kommt in Sekunden.
  2. Kontextualisierte Daten: Verknüpfung von Fehlercode, Lösungsweg und Ersatzteilverfügbarkeit in einer Ansicht.
  3. Lernende Organisation: Jede erfolgreiche Reparatur wird per Sprachmemo erfasst und steht beim nächsten Mal sofort als Lösungswissen bereit.

Fazit: Eine niedrige MTTR ist der effektivste Hebel, um ungeplante Stillstandskosten zu minimieren und die OEE zu steigern.