Operative Intelligenz
Die Fähigkeit, Entscheidungen im laufenden Betrieb nicht auf Basis von Bauchgefühl, sondern auf Basis von Echtzeit-Daten und vernetztem Expertenwissen zu treffen. Es ist der Schritt vom „Wissen, was war“ (Business Intelligence) zum „Wissen, was jetzt zu tun ist“.
Der Unterschied zu Business Intelligence (BI)
Viele Unternehmen verwechseln Operative Intelligenz (OI) mit Business Intelligence (BI).
- BI (Der Rückspiegel): Analysiert historische Daten für strategische Entscheidungen. Beispiel: „Wie hoch war die OEE im letzten Quartal?“
- OI (Das Navigationssystem): Nutzt Echtzeit-Daten für sofortiges Handeln. Beispiel: „Die Temperatur an Anlage 3 steigt – schalte Pumpe B zu, bevor der Motor überhitzt.“
Die 3 Säulen der Operativen Intelligenz
Echte OI entsteht erst, wenn drei Ebenen, die in der Industrie oft getrennt sind, verschmelzen:
- Harte Daten: Sensorwerte, Fehlercodes aus der SPS, Zustände (via Flow Studio & Time Series Manager).
- Weiches Wissen: Die Erfahrung der Mitarbeiter, Kontext, Handbücher, „Stammeswissen“ (via Asset Intelligence).
- Aktion: Die Daten dürfen nicht nur angezeigt werden, sie müssen einen Workflow auslösen (via Flow Studio).
Warum OI heute überlebenswichtig ist
Früher reichte Erfahrung: Der Meister hörte am Geräusch, was der Maschine fehlt. Heute gehen die Meister in Rente (Fachkräftemangel) und die Maschinen werden zu komplex für Intuition. Operative Intelligenz institutionalisiert das Erfahrungswissen. Sie macht das Unternehmen unabhängig von einzelnen „Helden“ und befähigt jeden Mitarbeiter, Experten-Entscheidungen zu treffen.
Der Ansatz von Hahn PRO
ADAM ist das Betriebssystem für Operative Intelligenz. Wir sammeln nicht nur Daten für Dashboards. Wir schließen den Kreis: Die Maschine meldet einen Fehler (Daten), ADAM liefert die Reparaturanleitung (Wissen) und der Werker meldet die Lösung zurück (Lernen).