FVI-Expertenfrühstück
14. FVI Expertenfrühstück
Die neue Generation in der Instandhaltung - finden - integrieren - fördern - motivieren
Key Takeaways
Thema: "Die Generation Z im Maschinenraum" – Wie wir junge Talente für die Instandhaltung begeistern.
In dieser Session, die als Warm-up für die Instandhaltungstage in Hamburg diente, diskutierten Marcel Hahn und Jens Reisenweber mit einer hochkarätigen Runde (VDI, Professoren, HR-Experten) über das Überleben der Branche.
- Das Image-Problem: Jean Haeffs (VDI) und Peter Vogtmann betonten, dass wir weg müssen vom Bild des "Schmiermaxe im Blaumann". Moderne Instandhaltung ist High-Tech, Diagnostik, Datenanalyse. Ein Techniker, der heute ohne Laptop zur Maschine geht, hat verloren. Dieses neue Bild müssen wir verkaufen.
- Gen Z will Sinn & Flexibilität: Patrick Bög (Hochschule Rhein-Waal) erklärte, dass die junge Generation nicht faul ist, sondern Sinn sucht. Instandhaltung ist sinnstiftend (Nachhaltigkeit durch Reparatur), aber wir kommunizieren es falsch. Und: Wenn Homeoffice in der Produktion nicht geht, braucht es andere Freiheiten (z.B. flexible Schichtpläne per App, statt Zettelwirtschaft).
- Der "Realitäts-Schock": Andreas Weber (opmc) goss Wasser in den Wein: "Wir werden das Problem nicht lösen, die Leute wurden nicht geboren." Wir konkurrieren mit Polizei, Bundeswehr und IT um dieselben wenigen Köpfe. Die Lösung ist nicht nur "mehr Attraktivität", sondern Effizienz: Wir müssen die Arbeit so einfach machen, dass auch weniger qualifizierte Leute sie erledigen können (Smartphone-Logik).
- Internes Marketing ist King: Ralf (Praxis-Beispiel) macht einen "Azubi-Tag", wo Instandhalter stolz ihre Arbeit zeigen. Das wirkt besser als jede Hochglanzbroschüre. Wer intern nicht wertgeschätzt wird, kann nach außen nicht strahlen.
- Karrierewege aufzeigen: Es muss klar sein, dass "Instandhalter" keine Sackgasse ist. Man kann Techniker, Meister, Planer oder Datenanalyst werden. Wer keine Perspektive bietet, verliert die Talente an die Administration.
Einordnung: Technologie als Antwort auf den Mangel
Diese Episode bestätigt unsere Strategie der Operativen Intelligenz als Antwort auf den demografischen Wandel.
- ADAM kompensiert fehlende Köpfe: Wenn Andreas Weber sagt "Die Leute sind nicht da", dann ist die logische Konsequenz: Wir brauchen Tools, die das Wissen der wenigen verbleibenden Experten skalieren. ADAM macht das Wissen eines Meisters für 10 Anfänger verfügbar.
- Attraktivität durch "Coolness-Faktor": Ein junger Techniker will nicht mit Papier-Laufzetteln arbeiten. Wenn er eine App wie ADAM nutzt, die so intuitiv ist wie Instagram (Foto machen, KI analysiert Fehler), fühlt er sich modern und wertgeschätzt. Veraltete Tools sind ein Kündigungsgrund für die Gen Z.
- Onboarding-Beschleuniger: Karla Martins (Hochschule) sprach von der Notwendigkeit, Wissen schnell zu transferieren. ADAMs "Digitaler Kollege" reduziert die Einarbeitungszeit drastisch, weil der Neue nicht alles auswendig wissen muss, sondern das System fragen kann.
Fazit: Wir können keine Fachkräfte backen, aber wir können die vorhandenen produktiver und glücklicher machen. ADAM ist das Werkzeug dafür.
Unsere Experten
Marcel Hahn
Hahn Projects GmbH
Jens Reißenweber
Reissenweber GmbH